Zusammenfassung unserer Kultur-Blog-Parade „Mein Sommer“ und Ausblick auf unsere Aktionen 2018/ 2019

Ausschnitt einer Sonnenblume

Vermutlich wundert Ihr Euch jetzt ein bisschen darüber, dass der Kultur-Blog-Club erst Anfang Mai mit seinem Rückblick auf 2017 und dem Ausblick auf 2018 ankommt. Schließlich ist das Jahr schon zu einem Drittel vorbei.

Nun, die Erklärung ist einfach. Ein Wechsel und eine achtmonatige Erkrankung im Orga-Team haben vieles verzögert. Dafür können wir Euch jetzt ein wirklich tolles Kultur-Event für diesen Mai ankündigen, das wir „verursacht“ haben und geben schon jetzt einen Ausblick auf 2019.

Doch zunächst die Rückschau auf 2017. Da hatten wir nämlich eine ganz formidable Kultur-Blog-Parade sowie ein sehr schönes Kultur-Blogger-Treffen. An beiden Veranstaltungen beteiligten sich Gäste aus ganz Deutschland.

 Blogparade „Mein Sommer“

Die Blogparade „Mein Sommer“ verführte im vergangenen August 19 plus 40 Kollegen und Kolleginnen aus Kultur und Kreativwirtschaft zu 21 Beiträgen.

An diesen Beiträgen kann man sehr schön, sehen, womit Künstler und Kreative ihre Zeit verbringen. Das Spektrum reicht vom Versinken in der eigenen Arbeit und dem „Besichtigen“ der Arbeit anderer (Konzert, Theater, Ausstellungen) über Urlaub bis hin zur Auszeit wegen schwerer Krankheit.

Viele „nehmen“ auch von allem ein bisschen. Vor allem diejenigen, die neben ihrer kreativen Arbeit noch einen Brotjob haben. Bekanntlich können nur rund 5 Prozent aller Kulturschaffenden von Ihrer Kultur-Arbeit leben.

>Und hier nun die 21 Beiträge in der Reihenfolge ihrer Veröffentlichung.

Purpur-Sonnen-Hut

Journalistin und Digital Artist Clia Vogel aus Wiesbaden, im Brotjob spezialisiert auf Öko-Texte, CSR-Kommunikation und einfache Sprache, postete ihren Beitrag am 2. August. Auf ihrem Kunst- und Meditationsblog Maitri Art veröffentlichte sie einen Text über die Mysterien menschlicher Entscheidungsfindung, Metta-Meditation und das Biotop Aukammtal. 

Das Tal ist ein echter Hidden Champion unter den Wiesbadener Grünanlagen und seit letztem Jahr „Austragungsort“ des Umweltfestivals Aukammtal. Dort hat Clia im Rahmen der stadtweiten CSR-Aktion „Wiesbaden engagiert“ das Orga-Team unterstützt.

Reaktivzeichnerin Angelika Bungert-Stüttgen aus München, bekannt als Freiraumfrau, erzählt von einer Reise nach London. Natürlich war sie mit dem Freiraumbus, ihrem Sommer-Haus auf Rädern, unterwegs.

Doch den Bus ließ sie in London einfach stehen und erkundete die Stadt per Rad. Umtost von Verkehrslärm und umweht von Abgasen.

Die international bekannte klassische Gitarristin Heike Matthiesen aus Frankfurt berichtet auf dem Gitarrablog von ihrem Konzertsommer.

Insgesamt viermal hatte Heike Zeitverschiebungen von mehr als sechs Stunden zu verkraften und hat dabei in Europa, Asien und USA zwanzigmal in fremden Betten geschlafen.

PR-Frau Sabine Faltmann aus Aachen war zur Regenzeit in Vietnam unterwegs.

In ihrem Blog berichtet sie fasziniert von der Ankunft in Saigon (Ho Chi Minh City) und dem Gewusel in der riesigen südvietnamesischen Stadt zwischen Straßenhändlern, Mini-Kochbuden, Garküchen, Gehupe und Gedrängel.

Autor Mikel Bower aus Viernheim (Mannheim) fabulierte auf seinem Blog mikelbower darüber, wie das Jahrhundert 17 wurde und erzählt, wie er seine neue Freiheit als Rentner genießt. Autor ist er natürlich noch, konnte aber seinen Brotjob an den Nagel hängen.

Mikel schreibt nicht nur selbst, sondern tingelt auch in ganz Deutschland auf interessanten Kulturevents herum um anschließend darüber zu bloggen. – Klingt nach einem guten Leben, oder?

Autorin Nessa Altura aus Böblingen (Stuttgart) berichtet über einen höchst aktiven und fordernden Sommer. In ihrem Blog Autorenexpress geht es im August um Arbeit. Und dazwischen um kleine Urlaubsinseln. Und um Betreuung. Und um Liebe.

Content Managerin Tanja Werle aus Eltville vom Blog Rheingauprinzessin stellt das Kulturland Rheingau, ihre Wahlheimat, vor. Sie zeigt den  Rheingau als Wanderparadies, Ort von Kultur-Events, Tatort eines Krimis und Künstlerkolonie.

Zwei Bilder meines Sommers: Sonnenuntergang in Nordfriesland und ein Blick auf die Münchener Synagoge

Kari Lessir aus Wiesbaden berichtet auf ihrem Blog über einen Sommer zwischen Arbeit, Erholung und dem ganz normalen Wahnsinn als Autorin.

Autorin Gitte Härter von der Himbeerwerft in München sinniert gemeinsam mit ihren Menschgal über die Frage: Was bedeutet eigentlich „kulturschaffend“?

Und das ist ein wirklich spannendes Thema! Leider hat Gitte die Himbeerwerft mittlerweile geschlossen.

Landschaft mit Bergen

DiePhotographin Barbara Krekeler aus Wiesbaden war samt Mann und kleinen Kindern in Bayern unterwegs. Sie besichtigte Kirchen, ging shoppen und erholte sich in Wäldern, Bergen und Seen.

maria beisst in eine Tastatur.

PR-Frau und Verlegerin Maria Al-Mana vom Unruhewerk in Pulheim (Köln) erzählt von Wutanfällen, einem Traum und Ihrer Sehnsucht. Sie sinniert über den Wert der Arbeit und darüber, wie alle gegeneinander ausgespielt werden. „Freiberuflerinnen, schlecht bezahlte Irgendwas…Ältere.“

Jede einzelne Personengruppe bekommt zu hören, dass sie zu teuer sei und es Menschen gibt, die noch billiger ist. Bis am Ende hochqualifizierte Arbeit bei Ehrenamtlern landet, die man für ihr Engagement lobt, während sie anderen die Möglichkeit nehmen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Foto von Schilf

Die Wiesbadener Künstler*innen-Initiative „Tatorte Kunst“ stellt in einem Gastbeitrag hier im Blog ihr gemeinsames Projekt vor. Und zwar einen gemeinsamen Ausstellungstag mit rund 40 Künstler*innen an dem man in der Wiesbadener Innenstadt und zwei angrenzenden Stadtteilen von Atelier zu Atelier bummeln kann..

Die Kunstvermittlerin Katja Marek aus Wetzlar erlebte das erste Sommerloch ihres Leben. Denn die Schulen in denen sie arbeitet, waren wegen der Ferien geschlossen und die Museen hatten auch keinen Bedarf.

So vollzog sie einen Perspektvenwechsel, nutze das Sommerloch als ungenutzte Lücke, die es zu füllen gilt und machte Konzeptarbeit. Denn: „Zeit zum Denken und Entwickeln ist tatsächlich ein richtiges Luxusgut.

Uschi Ronnenberg von Ich tu, was ich kann, von Beruf Designerin und Texterin in Aachen, nutze den August für einen Game-of-Thrones-Marathon. Innerhalb von nur zwei Wochen zog sie sich alle sieben Staffeln der Kult-Serie über die Intrigen und Kriege in Westeros ´rein und erlebte „das große Wow“.

Kurz nach unserer Paraden-Deadline wurde sie dann übrigens noch zusammen mit Maria Al-Mana und ihrem gemeinsamen Netzwerk Blogs50plus für den Orbanism Award, auch bekannt als Virenschleuderpreis nominiert. Cool, oder?

Menschen vor einer Wand mit Bildern.

Su Steiger, Coach, Dozentin, Moderatorin, Journalistin und Projektmanagerin aus Mering (Augsburg) hat sich einfach mal vier Tage für die Kunst freigenommen. Zwei davon war sie in Kassel auf der Documenta 14.

Von ihren beiden Besuchen dort hat sie gleich zwei Texte mitgebracht. Auf ihrem Blog ApropoSmedia geht es um Kunst und Kritik. Im zweiten Text, erschienen in der Mittelpunkt-Zeitung, denkt sie darüber nach, warum Kunst wirkt.

Möwen am Strand.

Illustratorin Keki aus Berlin hat gerade eine Depression überwunden. Sie erlebt den Sommer als eine sehr angenehme Zeit mit „in-Ruhe-vor-mich-Hintüffteln“, „eigener Zeiteinteilung und -gestaltung und vor allem Stille.“

Es war für sie „ein guter Sommer, weil ich Dinge gemacht habe, die neu und fremd und aufregend waren.“ Sie reichte ihr erstes Kinderbuch bei einem Wettbewerb ein und arbeitete an einem Umweltprojekt.

Tiegel mit Gewürzkapseln.

Die Wiesbadener Kommunikationsdesignerin und Impro-Theater-Frau Stefanie Schaffer von Visuelle Logik hat etwas „wirklich besonderes erlebt“. Sie hat einen Red Dot Award für Verpackungsdesign bekommen. Davon hat sie 20 Jahre lang geträumt.

Fotomontage aus Bildern von Luthers Wirkungsstätten.

Journalist und PR-Mann Uwe von Schirp aus Dortmund hat neun freie Tage genutzt, um eine Hörfunkreihe über Orte der Reformation in Mitteldeutschland zu erstellen. Insgesamt acht Beiträge hat er dann auch im Blog Kultourbunt über die Orte der Reformation verfasst.

Eigens für uns hat er  sechs davon dann noch einmal zusammengefasst. Die beiden letzten Artikel waren bei unserer Deadline noch nicht fertig, auf Kultourbunt könnt Ihr alle acht Artikel nachlesen. Die Text-Reihe folgt den Spuren Martin Luthers von Torgau, Wittenberg, Eisleben, Mühlhausen bis auf die Wartburg.

Die Architektin Christel Tampé aus Oberursel (Taunus) erzählt von einer Schottland-Reise mit dem VW-Bus Ziggy. Christel hat viele, viele Fotos mitgebracht. (Sogar vom Hogwards-Express!!!!!) Und wir haben die Fotos als Gastbeitrag hier im Kultur-Blog-Club-Blog veröffentlicht. (Christel hat kein eigenes Blog.)

Katja fotografiert mit dem Smartphone.

Der letzte Beitrag kam am letzten Tag, von PR-Frau Katja Kupka aus Frankfurt. Sie erzählt, ebenfalls in einem Gastbeitrag hier im Blog, vom „wichtigsten Sommer ihres Lebens“. – Katja hat sich im Juli selbstständig gemacht.

In ihrem Text erzählt sie von ihrer Arbeit und ihrem Ehrenamt. Sie ist Mitglied im Orga-Team des Social Media Clubs Frankfurt.

Blick auf die Landschaft durch einen gemauerten Bogen

Kultur-Blogger-Walk: Auf den Spuren der Heiligen Hildegard durch´s Mittelalter

Nachdem die Parade durchgelaufen war, bewegten wir uns im Oktober gleich noch einmal. Und aus dem Wiesbadener Bloggerinnen-Treffen wurde nach vier Veranstaltungsjahren der erste Kultur-Blog-Walk.

Bei diesem Walk, einer ganztägigen Sonntagsveranstaltung, erwanderten wir mit Teilnehmern aus Dortmund, Viernheim, Darmstadt, Wiesbaden und Eltville  den Hildegardweg in Rüdesheim. Die Erschafferin der Route, die Landschaftsplanerin Barb Mehrens, hatte eigens für uns eine neue Route konzipiert und gab uns einen Eindruck von Rüdesheim zu Lebzeiten Hildegards von Bingen. Im  Mittelalter war die Stadt ein blühendes Handelszentrum.

Unsere Strecke führte von der Brömserburg am Rhein, über die alte Klosterkirche im Ortsteil Eibingen bis zur Abtei St. Hildegardis. Dort angekommen, nahmen wir im Café ein leckeres Mittagessen ein (Rindsroulade mit Rosenkohl) und dann ging´s auch schon weiter.

Schwester Christophera zeigte uns ihre Kunstwerkstatt und führte uns durch die öffentlich zugänglichen Räume des Klosters. Einzelheiten zum Walk findet Ihr hier.

Villa Nassauischer Kunstverein

Veranstaltungen 2018

In diesem Jahr wird es bei uns etwas ruhiger sein. Wir machen keine eigenen Veranstaltungen, sondern haben die Kollegen vom Social Media Club Frankfurt zu ihrem ersten Event in Wiesbaden verführt.

Am 22. Mai startet im Nassauischen Kunstverein, dem wohl gleichzeitig modernsten und ältesten Verein der Stadt, im Rahmen der WebWeek Rhein-Main, der erste Social Media Walk in Wiesbaden .

Da es für diesen Walk nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen gibt, müsst Ihr Euch für die Teilnahme bewerben. Die Einzelheiten erfahrt Ihr im Blog des Social Media Club Frankfurt.

Veranstaltungen Kultur-Blog-Club 2019

Im kommenden Jahr geht´s dann auch bei uns wieder weiter. Eine weitere Kultur-Blog-Parade sowie ein zweiter Kultur-Blog-Walk sind bereits in Vorbereitung.

Alle Fotos in diesem Text stammen aus den Original-Beiträgen unserer Teilnehmer.

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