Tatorte Kunst

Hier ein Gastbeitrag zu unserer Blogparade „Mein Sommer: Zwischen Brotjob, Kultur und Ferien“.

Der Text kommt vom Orga-Team der Wiesbadener Künstler*innen-Initiative „Tatorte Kunst“, Petra von Breitenbach, Andrea Frank, Christa Göppert, Gisela Grosshaus und Iris Kaczmarczyk.

Hier im Kultur-Blog-Club erzählen sie von ihrer Orga-Arbeit und stellen die Veranstaltung vor.

Foto von angekogelten Zeitungen
Gisela Grosshaus: „erloschene Feuerstelle im Eis, Kanada“, 2009/2017 Fotografie

Tatorte Kunst

In Wiesbaden gibt es einen großen Reichtum an Kunst, der noch nicht entdeckt wurde. Deshalb gibt es Tatorte Kunst!

An ungefähr 30 Standorten mitten in der Stadt werden im Oktober rund 40 Täter*innen – Künstler*innen aus allen Sparten der Bildenden Kunst – ihre Türen und Tore öffnen. Und spannende, oft überraschende Einblicke in ihre Ateliers und Werkstätten bieten.

zartgraue Blüte auf weißem Hintergrund
Petra von Breitenbach: „monochromes Fragment“, 2017 Stewalin auf MDF Platte. Foto: Iris Kaczmarczyk

Die Ziele von Tatorte Kunst

„Verborgene Schätze“ heben: Es gibt so viele Ateliers in Wiesbaden, die völlig unbekannt sind oder waren. Sie werden an einem Tag geöffnet, damit Publikum und Presse einen Einblick bekommen.

Ins Gespräch kommen: An den Tatorten sieht man nicht nur das fertige Werk, sondern kann über die Entstehung etwas erfahren.

Vernetzung: Das ist ein ganz wichtiger Punkt bei den Tatorten Kunst, weil die Arbeit normalerweise im Verborgenen stattfindet. Es sind im Laufe der Zeit zum Beispiel viele neue Kontakte, Projekte und Ausstellungsmöglichkeiten entstanden.

Künstler, vorübergehend ohne Atelier, konnten bei Kollegen mit ausstellen. Es entstanden Freundschaften, kollegiale Beratung und Ermutigung.

Foto von Schilf
Iris Kaczmarczyk: „Der Mann im Schilf“,  2017 Fotografie

Das Konzept von Tatorte Kunst

Wir haben ein festes Konzept entwickelt und auch einen Kriterienkatalog, wer bei Tatorte Kunst mitmachen kann. Dazu gehört vor allem, dass das Atelier in Wiesbaden-Mitte oder Rheingau-Hollerborn liegt.

Die Teilnehmenden Künstler*innen sollten „Profis“ sein, das heißt eine Ausbildung haben und aktiv künstlerisch tätig sein. (Kunst machen, Teilnahme an Ausstellungen). Eine Jury entscheidet im Zweifelsfall über die Teilnahme, denn Qualität ist Voraussetzung.

Wichtig ist auch, dass bei Tatorte Kunst Arbeiten gezeigt werden, die im vergangenen Jahr entstanden sind. Der Gewinn dabei ist, dass man im Laufe der Jahre eine kontinuierliche künstlerische Entwicklung nachvollziehen kann. Das ist vor allem wichtig als Nachweis bei Bewerbungen für Stipendien.

Zwei Zeichnungen schwarz/ weiß
Christa Göppert: „bewegt“, 2016 Automatische Zeichnung

Tatorte Kunst im Sommer

Im Sommer sammeln wir die Daten für den Katalog. Bilder müssen ausgewählt, passende Texte und ein Layout erstellt werden. Das gilt natürlich auch für den Flyer.

Wir besuchen Sitzungen der zuständigen Ortsbeiräte und stellen unser Konzept dort vor, um Zuschüsse für die Finanzierung der Tatorte zu erwirken.

Sponsoren für die Printmedien wurden bereits gefunden.

Im Moment aktualisieren wir die Website. Ein Plakat für Litfaßsäulen sowie die Pressemitteilungen sind ebenfalls in Arbeit.

Natürlich müssen auch die künstlerischen Arbeiten selbst fertig gestellt und die Ateliers für die Besucher vorbereitet werden.

Andrea Frank: „Puget Sound, 5 p.m.“ , 2017 Öl auf Leinwand Foto: Iris Kaczmarczyk

Öffnungszeiten, Wegweiser und Verpflegung

Tatorte Kunst findet inzwischen zum 9. Mal statt, wie immer am letzten Sonntag im Oktober. Aus Wiesbaden und Mainz, Darmstadt und Frankfurt strömt dann das kunstinteressierte Publikum in die Ateliers und Hinterhöfe.

In diesem Jahr sind die Tatorte am Sonntag, den 29.Oktober 2017, von 12 bis 18 Uhr zugänglich.

Die einzelnen Täter*innen findet man auf der Website Tatorte Kunst. Dort gibt es auch einen Wegweiser, der Besucher*innen hilft, die einzelnen Tatorte zu finden.

Um Stärkung und Erfrischung zwischen den Atelierbesuchen kümmert sich das Café „Crema Catalana“ in der Herderstraße.

Dieser Text gehört zur Bloparade `Mein Sommer: Zwischen Brotjob, Kultur und Ferien´. Kulturmacher*innen und Kulturschreiber*innen, die sich dieser Aktion anschließen wollen, finden die Teilnahmebedingungen unter https://kulturblogclub.wordpress.com/2017/06/21/einladung-aktion-sommer-zwischen-brotjob-kultur-ferien/

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